Die Klimakrise ist längst kein Zukunftsszenario mehr, sie ist Realität. Waldbrände, Dürren, Überschwemmungen, Extremwetter, all das zeigt: Unser Planet steht unter Druck. Die Zeit der Warnungen ist vorbei, jetzt geht es um konkretes Handeln. Und dabei spielen Unternehmen eine entscheidende Rolle.
Dieser Beitrag beleuchtet, warum Unternehmen nicht nur Mitverursacher, sondern auch Mitgestalter der Lösung sein müssen und was das in der Praxis bedeutet.
Unternehmen als Teil des Problems?
Die industrielle Entwicklung der letzten 150 Jahre hat unseren Wohlstand ermöglicht aber auch maßgeblich zur Erderhitzung beigetragen. Laut einer Studie von Carbon Majors sind nur 100 Unternehmen für mehr als 70 % der globalen Emissionen seit 1988 verantwortlich.
Aber es geht nicht nur um die „großen Player“: Auch mittelständische Unternehmen, Dienstleister, IT-Firmen oder Logistikbetriebe haben einen ökologischen Fußabdruck durch:
- Energieverbrauch
- Lieferketten
- Geschäftsreisen
- Verpackung & Produktion
- Büro- und Gebäudenutzung
Doch es gibt eine gute Nachricht: Wer Teil des Problems ist, kann auch Teil der Lösung sein.
Verantwortung übernehmen – warum jetzt?
1. Moralische Pflicht
Klimaschutz ist nicht nur eine politische oder wissenschaftliche Frage, sondern auch eine ethische. Unternehmen tragen Verantwortung für die Welt, in der ihre Mitarbeitenden, Kund*innen und zukünftige Generationen leben werden.
2. Wirtschaftliche Notwendigkeit
Nachhaltigkeit ist längst ein Wettbewerbsfaktor:
- Kunden bevorzugen verantwortungsvolle Marken
- Investoren fordern ESG-Kriterien (Environment, Social, Governance)
- Gesetzgeber ziehen nach (z. B. Lieferkettengesetz, CO₂-Bepreisung)
- Ressourcen werden teurer, Effizienz wird überlebenswichtig
3. Innovationstreiber.
Die Klimakrise ist auch ein Innovationsanreiz. Unternehmen, die heute in nachhaltige Technologien, Produkte und Prozesse investieren, sichern sich morgen entscheidende Vorteile
Was Unternehmen konkret tun können
1. CO₂-Fußabdruck erfassen & reduzieren
Ohne Messung keine Steuerung. Unternehmen sollten:
- Energieverbräuche erfassen
- Emissionen entlang der Lieferkette analysieren (Scope 1–3)
- Reduktionsziele setzen (idealerweise SBTi-kompatibel)
- Auf Ökostrom umstellen, Energieeffizienz erhöhen
2. Nachhaltigkeit in der Strategie verankern
Klimaschutz darf kein PR-Thema sein. Er gehört ins Kerngeschäft, z. B.:
- Nachhaltige Produktentwicklung
- Kreislaufwirtschaft
- Ressourcenmanagement
- Verankerung in Vision & Mission
3. Mitarbeitende einbinden.
Viele gute Ideen kommen von innen. Mitarbeitende wollen mitgestalten über Green Teams, Ideenwettbewerbe oder Weiterbildung.
4. Transparenz schaffen
Wer offen kommuniziert, schafft Vertrauen. Dazu gehören:
- Nachhaltigkeitsberichte
- CO₂-Bilanzen
- Zielverfolgung & Fortschrittsdarstellung
5. Partnerschaften & Kooperationen nutzen
Klimaschutz ist Teamarbeit. Kooperation mit NGOs, Start-ups, Lieferanten oder Forschungseinrichtungen kann neue Wege öffnen.
Greenwashing oder echter Wandel?
Viele Unternehmen werben heute mit „grünen“ Versprechen. Doch Nachhaltigkeit darf nicht nur Imagepflege sein. Wer Klimaschutz ernst meint, muss glaubhaft handeln und bereit sein, kurzfristige Gewinne zugunsten langfristiger Verantwortung zu hinterfragen. Echtes Engagement zeigt sich dort, wo es unbequem wird: bei Investitionen, Prioritäten, Lieferketten und Preiskalkulationen.
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